Liebe Kolleginnen und Kollegen! 

Zum ersten Mal darf ich an dieser Stelle das Wort an Sie richten, was mich sehr freut. Es hat sich bewährt, dieses Editorial für Tipps und Hinweise zur Arbeit an den ­Gemeinde­briefen zu nutzen. Das möchte ich  als neues Mitglied der blickkontakt-Redak­tion gerne fortführen.

Ein Bild, so heißt es, sage mehr als tausend Worte. So ganz mag das nicht stimmen, aber Fotos geben Ihrem Gemeindebrief ein Gesicht. Besonders häufig und zugleich besonders schwierig sind Gruppenbilder; jedenfalls dann, wenn sie nicht langweilig werden sollen.  Um das zu erreichen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

• Schaffen Sie Tiefe: Meistens werden beim Gruppenbild alle Personen in eine Reihe gestellt. Das sorgt zwar für Gleichberechtigung, aber nicht für ein interessantes Bild. Holen Sie eine oder zwei Personen nach vorne, der Rest der Gruppe steht im Hintergrund. Das gibt dem Motiv eine Raum-Dimension.

• Suchen Sie den anderen Blick: Stellen Sie die Gruppe nicht vor eine Wand, sondern zum Beispiel gestaffelt auf eine Treppe. Lassen Sie die Personen einen Kreis bilden und fotografieren Sie von oben, zum Beispiel aus einem Fenster (natürlich müssen dann alle nach oben schauen).

• Verzichten Sie auf die Urkunden: Wenn Geehrte eine Urkunde in die Kamera halten, erkennt man auf dem Foto meistens nur ein weißes Blatt Papier. Dann lieber ganz ohne Urkunde.• Dirigieren Sie die Gruppe: Wer als Fotograf kein Standardbild möchte, muss aktiv werden und den Teilnehmern genau sagen, wo sie stehen und was sie tun sollen. Wenn das Bild gut wird, freuen sich ja auch die Fotografierten.

• Machen Sie alles ganz anders: Vielleicht haben Sie eine Idee, die hier gar nicht vorkommt. Dann trauen Sie sich, alles anders zu machen und pfeifen Sie auf die Tipps. Passieren kann dabei nichts, schließlich hat jede Digitalkamera einen Löschknopf.Beim Experimentieren wünsche ich Ihnen viel Spaß,

Olaf Dellit
blickkontakt - Redaktion