Liebe Kolleginnen und Kollegen! 

Gemeindebriefe sind ein nützliches Kommunikationsmittel – aber sie kosten Geld. Was tun, wenn es mit der Finanzierung eng wird? Anzeigenwerbung kann eine Lösung sein. Nicht wenige Gemeinden beschreiten schon diesen Weg, andere erwägen den Einstieg ins Geschäft. Für viele ein heißes Eisen, denn Werbung im Heft spaltet die Leserschaft immer in Befürworter und Gegner. Wenn Sie sich bewusst für Reklame entscheiden, dann tun Sie‘s richtig, rät Dietmar Hauber, Autor des empfehlenswerten Handbuchs „Gemeindebrief. Tipps und Tricks für die professionelle Gemeindebriefgestaltung (14,90 Euro, ISBN 978-3-941628-12-0, Bezug: www.evmedienhaus.de). Seine Tipps:

• Anzeigen brauchen Regeln: Definieren Sie klare Kriterien: Wer darf werben? Was darf beworben werden? Was soll es kosten? Wer entscheidet über die Annahme von Anzeigen?

• Werbung und Information trennen: Werbung muss immer deutlich vom redaktionellen Teil unterscheidbar sein. Kompromisse sind nicht legitim: Es geht um die Glaubwürdigkeit Ihres Gemeindebriefs!

• Werbung muss sich lohnen: Ein Geschäft ist dann gut, wenn es sich für beide Seiten lohnt. Faustregel: Eine Anzeigenseite sollte drei redaktionelle Seiten mitfinanzieren.

• Kassiert das Finanzamt? Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft unterliegen als reguläre Einkünfte der Kirchengemeinde grundsätzlich der Steuerpflicht. Fragen Sie vorher Ihr Kirchenkreisamt.

• Anzeigen machen Arbeit: Anzeigenkunden zu werben, ist zeitaufwendig. Wenn Sie in der Gemeinde niemanden haben, der sich um die Akquise kümmert, kann dies möglicherweise Ihre Druckerei oder Ihr Grafiker (gegen Provision) übernehmen.

• Werbung muss nicht stören: Definieren Sie für Ihr Blatt feste Anzeigengrößen (ganze, halbe, viertel Seite). Lassen Sie dabei keine Kompromisse zu, denn nur was in den Satzspiegel passt, wirkt optisch stimmig. Auf die Gestaltung der Anzeigen haben Sie keinen Einfluss.

Es grüßt herzlich

Lothar Simmank
blickkontakt - Redaktion