Liebe Kolleginnen und Kollegen! 

Gemeindebriefe sind Orte, wo sich das Leben der Gemeinde widerspiegelt. Dort wird von Festen, Fahrten, Aktivitäten und besonderen Gottesdiensten berichtet. Wenn Sie erreichen wollen, dass diese Berichte auch von denen gelesen werden, die nicht selbst dabei waren, müssen sie möglichst interessant sein (und im Idealfall auch noch ein attraktives Foto haben).

Hier ein paar Hinweise, die Ihre Texte spannender machen können.

• Das Wichtigste nach vorn: Überlegen Sie, was etwa die Veranstaltung, über die Sie berichten, zu etwas Besonderem gemacht hat. Und genau diese Besonderheit gehört an den Anfang. Die Chronologie muss – von Ausnahmen abgesehen – keine Rolle spielen. Wenn beispielsweise ein Sketch der Höhepunkt des Seniorennachmittags war, gehört das an den Beginn des Textes.

• Nebensächlichkeiten weglassen: Man darf getrost voraussetzen, dass die Senioren zu Beginn des Nachmittags – um im Beispiel zu bleiben – vom Veranstalter begrüßt wurden. Das ist aber so selbstverständlich, dass darüber nicht berichtet werden muss. Und das gilt für andere Dinge auch; besser ist: Schwerpunkte setzen und das Besondere hervorheben.

• Namen sind Nachrichten: Diese Journalis-tenweisheit bedeutet auch, dass die Namen richtig und vollständig im Text stehen sollten. Also nicht „Frau Muster“, sondern „Annemarie Muster“. Dazu gehören akademische Titel sowie eventuell die Berufsbezeichnung (Pfarrerin Dr. Annemarie Muster). Kommt die selbe Person im Verlauf des Texts erneut vor, reicht der Nachname.

• Wer, Wie, Was, Wann, Wo, Warum? Von den journalistischen W-Fragen haben Sie sicher schon gehört. Sie bilden die Grundlage für Meldungen und Berichte. Allerdings müssen Sie die Gewichtung selbst vornehmen. Das Wann kann zum Beispiel weniger wichtig sein, wenn die Veranstaltung bei Erscheinen des Gemeindebriefs schon lange zurückliegt. In diesem Fall wäre diese Information zweitrangig, denn wer muss schon genau wissen ob der Seniorennachmittag vor zwei Monaten an einem Dienstag oder einem Samstag stattfand? Entscheidend ist, was dort passierte.

Probieren Sie doch einfach mal aus, ob Ihnen diese Hinweise helfen. Wie im Sport, ist auch das eine Frage des Trainings. Und bitten Sie doch einmal Ihre Leser um eine konstruktive Kritik. Dazu wünsche ich Ihnen gutes Gelingen.

Olaf Dellit
blickkontakt - Redaktion